Warum feiern wir Halloween? Halloween 2026 Termine & Ursprung

Halloween celebration
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In der Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November sind die Straßen voller geschnitzter Kürbisse, Geister und verschiedener Gruselgestalten. Lange Zeit wurde Halloween in einigen Ländern ausschließlich mit US-amerikanischen Traditionen in Verbindung gebracht. Doch das stimmt nicht ganz. Heute verkaufen weltweit große Kaufhäuser und lokale Geschäfte verschiedene Masken und andere traditionelle Artikel, die Menschen für Partys in Schulen, Universitäten, am Arbeitsplatz und zu Hause verwenden. Wann ist Halloween? Warum feiern wir es? Hier erfährst du alles, was du über diesen Feiertag wissen musst.

Ursprung des Halloween-Festes

Das ist kein neu geschaffener Feiertag. Seine Wurzeln reichen tief, und seine Geschichte lässt sich in drei Ebenen unterteilen: alte keltische Rituale, der christliche Kalender und Bräuche, die von irischen Einwanderern nach Amerika gebracht wurden. Jede dieser Phasen hat den Feiertag auf ihre Weise geprägt:

  • von den Kelten stammen die Feuer und die Masken;
  • die Kirche legte den Namen und das Datum fest (jedes Jahr am 31. Oktober);
  • die Vereinigten Staaten sorgten für massive Verbreitung und Kommerzialisierung.

Um die Ursprünge des Outfits und des „Süßes oder Saures“ zu verstehen, lohnt es sich, diese Entwicklung chronologisch nachzuverfolgen, beginnend in den Hügeln Irlands vor über zweitausend Jahren.

Keltisches Fest Samhain

Die Wurzeln des Festes liegen in der keltischen Kultur Irlands und Großbritanniens. Samhain war ein Feiertag, der am 31. Oktober begangen wurde. Er markierte für die Kelten das Ende des Sommers und zugleich den Beginn des neuen Jahres. Zudem war es die Grenze zwischen dem dunklen und dem hellen Teil des Jahres, und an Allerseelenfest begann die dunkle Jahreszeit. Für die Bauern war es der Beginn des Winters.

Auf spiritueller Ebene die Kelten glaubten, dass an diesem Tag die Grenze zwischen den Lebenden und den Toten sehr dünn sei. Infolgedessen konnten die Geister der Verstorbenen und andere Wesen in die Welt der Lebenden eindringen. Druiden entzündeten riesige Feuer, und die Menschen um sie herum trugen Masken und Kostüme, um sich vor bösen Geistern zu schützen. Diese Bräuche wurden vor allem in den Siedlungen von Irland und Schottland gepflegt.

Historische Entwicklung

Anstatt das alte Fest direkt zu verbieten, beschloss die christliche Kirche, ihm ihren eigenen Kalender aufzuzwingen. Laut Britannica wählte Papst Gregor III. im 8. Jahrhundert den 1. November, um alle Heiligen zu ehren, und im 9. Jahrhundert wurde dies zu einem Fest für die gesamte Kirche. Der Vorabend davor wurde Abend vor Allerheiligen (All Hallows’ Eve) genannt. Der Name des Feiertags ist eine schottische Kurzform von „All Hallows’ Eve“.

Später wurde der 2. November als Tag zum Gedenken an alle Seelen der verstorbenen Gläubigen festgelegt. Im Jahr 1785 wurde der Begriff „Halloween“ vom schottischen Dichter Robert Burns erwähnt, was die Popularität des Festes steigerte.

Im 19. Jahrhundert wurde die Tradition, dieses Fest zu feiern, von irischen und schottischen Einwanderern in die USA gebracht, und die Amerikaner fügten ihre eigenen hinzu. In Amerika ersetzten Kürbisse die geschnitzten Rüben, und aus älteren Bräuchen entstand das Sammeln von Süßigkeiten an der Haustür. So entwickelte sich das keltische Fest zum Gedenken an die Vorfahren zu einem riesigen Ereignis, besonders in den USA. Kein Wunder, dass es in den 1920er Jahren populär und kommerzialisiert wurde. 

Heute wird Kürbisfest weiterhin am 31. Oktober gefeiert. Allerheiligen wird am 1. November gefeiert und der 2. November ist der Tag, an dem für die Seelen im Fegefeuer gebetet wird.

Traditionen und Bräuche

Jeder Brauch und jede Tradition des Festes ist kein Zufall. Sie haben ihre Wurzeln und Erklärungen.

  • Verkleiden. Zu Samhain trugen die Menschen Masken und Kostüme, um böse Geister zu verscheuchen.
  • Trick or treat. In Deutschland heißt diese Tradition „Süßes oder Saures“. Ein Vorläufer im Mittelalter war das „Souling”. Arme Menschen zogen von Haus zu Haus und baten um Getränke und Essen. Als Gegenleistung für die „Seelenkuchen” beteten sie für die Verstorbenen der Familie.
  • Streiche. Das ist die zweite Hälfte der Tradition „Trick or Treat“. Wenn der Hausbesitzer keine Süßigkeiten gibt, wird ihm ein Streich gespielt.
  • Laternen und Feuer. Druiden entzündeten an Samhain Feuer. Später setzten junge Menschen auf den Britischen Inseln Masken auf und trugen Laternen, die aus Rüben geschnitzt waren.
  • Dekoration. Skelett, Totenkopf und Spinnennetz – all diese Dinge erinnern die Menschen an das Hauptthema des Festes: die Seelen und die schmale Grenze zwischen der Welt der Lebenden und der Toten.
  • Spukhäuser, Kostümpartys und Horrorfilme. Diese Traditionen sind die jüngsten, da sie dank der Kommerzialisierung entstanden, als der Feiertag auf dem Höhepunkt seiner Beliebtheit stand.

Später tauschten die Amerikaner Rüben gegen Kürbisse aus und verwandelten den alten Brauch des „Von Tür zu Tür“ in „Süßes oder Saures“.

Warum man feiert Halloween

Während manche Menschen es nur zum Spaß feiern, liegt der eigentliche Zweck des Feiertags woanders.

Kulturelle Bedeutung

Warum feiern wir Halloween eigentlich? Die Bedeutung von Halloween geht über bloßen Spaß hinaus. Ursprünglich stand das Gedenken an die Verstorbenen im Mittelpunkt, heute prägen Kostümpartys, Streiche und Spiele das Fest. In westlichen christlichen Kirchen sind dieser Zeit drei Tage gewidmet – der 31. Oktober, der 1. November und der 2. November. Zu dieser Zeit stirbt die Natur, da der Winter mit seinen kürzeren, dunkleren und kälteren Tagen naht.

Das Thema des Feiertags spiegelt also die Umgebung wider. Zudem ist es die Zeit, in der man Angst mit Lachen bewältigen kann, da sich die Menschen als Geister, Hexen und andere Gruselfiguren verkleiden, Streiche spielen und für Unterhaltung sorgen.

Moderne Feierlichkeiten

Halloween-Partys drehen sich immer um gruselige Kostüme. Zombies, Hexen, Skelette, Vampire und Geister sind dabei am beliebtesten. Der Autor des Artikels in The Local erklärt, dass Kinder an diesen Tag normalerweise keine Prinzessinnen- oder Clownkostüme tragen, da solche Verkleidungen eher typisch für den Fasching sind.

An diesem Tag organisieren Erwachsene meist Partys oder besuchen solche. Verkleidete Kinder gehen von Haus zu Haus auf Süßigkeitenjagd bei Menschen, die Halloween feiern. Solche Häuser sind leicht zu finden, da sie mit Spinnweben, Skeletten und anderen themenbezogenen Dekorationen geschmückt sind.

Psychologische Aspekte

Laut dem Scientific American machen Menschen positive Erfahrungen, wenn sie sich auf das Morbide, Gewalttätige und Makabre einlassen. Margee Kerr und ihr Kollege Greg Siegle untersuchten die Veränderungen der Gehirnströme bei Menschen, die Horrorhäuser besuchten. Nach dem Gruselerlebnis fühlten sich die Probanden besser. Je stärker ihre Angst war, desto besser fühlten sie sich zudem.

Wie Kerr erklärt, war das entscheidende Element dieser ganzen Erfahrung ein Gefühl der Kontrolle. Es war die Entscheidung der Freiwilligen, sich gruseln zu lassen. Echte Angst entsteht erst, wenn Menschen dieses Gefühl der Kontrolle verlieren.

Das Feiern von Festen bringt stets freudige Gefühle mit sich. Halloweennacht ist also aufgrund der Gefühle und Emotionen, die es hervorruft, so beliebt geworden. Es ist wie eine Therapie, die hilft, sich zu entspannen, besonders wenn Freunde oder Verwandte dabei sind. Der Adrenalinschub hilft ihnen, negative Emotionen, Sorgen und sogar Ängste loszuwerden.

Halloween in Deutschland

Halloween in Deutschland hat keine spezifischen historischen Wurzeln. Es entstand hier nicht aus einer volkstümlichen Tradition heraus, sondern vor allem dank des Handels, und existiert bis heute neben vielen älteren lokalen Festen.

Einführung und Verbreitung

Seit den 1990er Jahren begannen die Menschen in Deutschland aufgrund der zunehmenden Popularität, Halloween zu feiern. Die deutsche Autorin Cora Buhlert erinnert daran, dass der Brauch über amerikanische Filme und Fernsehserien seinen Weg ins Land fand. Hinzu kamen Austauschstudenten und englischsprachige Touristen sowie das in vielen Regionen stationierte amerikanische Militärpersonal.

Ein häufig genannter Wendepunkt war die Absage des Karnevals. Als die Fasching-Feierlichkeiten 1991 aufgrund des Golfkriegs abgesagt wurden, führte der Branchenvertreter Dieter Tschorn Halloweenfest auf dem deutschen Markt ein, um die Umsatzverluste für Kostümhersteller und Einzelhändler auszugleichen. Die Fachgruppe „Karneval“ des Deutschen Spielwarenverbands (DVSI) startete 1994 eine Kampagne zur Förderung vom Fest. Infolgedessen hatte der Saisonumsatz in der Kostümbranche rund 30 Millionen Euro erreicht im 2009.

In Deutschland richtete sich die Aufmerksamkeit der Menschen rund um den 31. Oktober im Jahr 2025 vor allem auf Süßigkeiten, Haushaltswaren und Lebensmittel. Im Jahr 2024 gaben sie sogar 4 % mehr (542 Millionen Euro) aus als im Jahr 2025 für all diese Dinge sowie für Make-up, Schmuck, Accessoires, Verkleidung und Dekorationen.

Dennoch gehen die Menschen unterschiedlich mit dem Feiertag um. Laut Simple Germany kaufen nur 15 % der Deutschen gerne Gruselartikel, insbesondere Familien mit Kindern. Im Jahr 2018 waren nur 50 % der Häuser für das „Trick-or-Treat“ (Kinder von Haus zu Haus) geöffnet. Viele Erwachsene verbinden den Feiertag lediglich mit Kommerzialisierung, die von den USA aufgezwungen wird. Trotzdem ist die Beliebtheit des Feiertags unter jungen Menschen nach wie vor hoch.

Besondere Bräuche

Natürlich haben die Deutschen einige Halloween-Traditionen abgewandelt. Anstelle von „Trick or Treat“ sagen sie „Süßes oder Saures“ oder „Süßes, sonst gibt’s Saures“. Allerdings gefällt nicht jedem die Idee, von Haus zu Haus zu ziehen. Während die Tradition in Großstädten und in der Nähe amerikanischer Militärstützpunkte beliebt ist, wird sie mancherorts überhaupt nicht gepflegt.

Meine Erfahrung

Ich lebe in Deutschland, in Düsseldorf. Obwohl Düsseldorf eine Großstadt ist, ist Halloweenfest in meiner Gegend wohl nicht so beliebt. Die meisten meiner Verwandten in Berlin kaufen Süßigkeiten, und ihre Vorräte sind am Morgen des 1. November bereits aufgebraucht. Ich habe auch eine Schale mit Lutschern stehen, aber ich habe noch nie Kinder gesehen, die nach „Süßes oder Saures“ gefragt haben. 

Wer auf einer Halloween-Party Spaß haben möchte, findet in Deutschland mehrere Veranstaltungsorte, die in Frage kommen:

  • Das Halloween-Festival, das 1977 auf Burg Frankenstein begann, findet mittlerweile auf Burg Königstein im Taunus statt, wo Besucher ein VIP-Paket mit einem Vier-Gänge-Buffet buchen und die Monster treffen können.
  • Das Horror-Festival im Movie Park bietet Halloween-Attraktionen für Erwachsene sowie einen Bereich, in dem Kinder Kürbisse schnitzen können 🎃.
  • Der „Ball Bizarre“ ist ein Underground-Horror-Club in Dresden.
  • Das „Grusellabyrinth NRW“ ist das ganze Jahr über geöffnet, doch an Halloween erwarten die Besucher besonders gruselige Veranstaltungen.

Darüber hinaus können Deutsche Ausstellungen besuchen, darunter das Kürbisfest in Ludwigsburg.

Vergleich mit anderen Feiertagen (Allerheiligen, Reformationstag usw.): ist Halloween ein Feiertag?

Ist Halloween ein Feiertag? Nein, es ist kein gesetzlicher Feiertag. Dennoch können Deutsche (in 9 Bundesländern) am 31. Oktober wegen des Reformationstags frei haben – zum Gedenken daran, dass Martin Luther 1517 seine 95 Thesen veröffentlichte.

FeiertagDatum Offizieller FeiertagBedeutung
Halloween 31. OktoberNein Unterhaltung 
Reformationstag31. Oktoberin neun Bundesländern ein gesetzlicher FeiertagGedenken an die Reformation
Allerheiligen1. Novemberin fünf Bundesländern ein gesetzlicher FeiertagGedenken an alle Heiligen
Allerseelen2. NovemberNein Gedenken an die Verstorbenen
Martinstag 11. NovemberNeinGedenken an den heiligen Martin

Der Martinstag ist in der Tabelle enthalten, weil sich auch hier Kinder versammeln. Sie tragen Laternen und bitten ebenfalls um Süßigkeiten. Doch im Gegensatz zu Halloween tragen sie  Kostüme aber singen fröhlichen Lieder, um eine Belohnung zu erhalten. Der Martinstag ist ein traditioneller deutscher Feiertag, dessen Ziel es ist, des Heiligen Martin von Tours zu gedenken. Er war ein römischer Soldat, der zum Bischof wurde und für seine Güte und Nächstenliebe bekannt war, sowie für die Legende, in der er seinen Mantel in zwei Hälften teilte, um einen frierenden Bettler zu retten.

Halloween 2026

Im Jahr 2026 ist die Halloween-Feier für Fans des Festes besonders günstig.

Wann ist Halloween: Termine und Veranstaltungen

Im 2026 fällt das Fest auf Samstag, den 31. Oktober, an dem sowohl Kinder als auch Erwachsene frei haben. Während der Saison lohnen sich mehrere große Veranstaltungen:

  • Europa-Park (Rust). Die Halloween-Saison läuft vom 26. September bis zum 1. November. Rund 180.000 Kürbisse, neue Dekorationen und Lichter sorgen für eine geheimnisvolle Atmosphäre. Horrorfans können auch das Traumatica-Festival besuchen.
  • Movie Park Germany (Bottrop). Das Halloween-Horror-Festival findet an 22 ausgewählten Tagen zwischen dem 26. September und dem 8. November statt. Besucher erwarten über 300 Gruselschauspieler, neun Horrorhäuser und vier Angstzonen.
  • Halloweenfest Frankenstein (Königstein). Vom 16. Oktober bis zum 1. November findet die legendärste Horrorshow auf der Burg Königstein statt – anstelle der Burg Frankenstein (die saniert werden soll).

Tipps für Feierlichkeiten

Nicht alle Deutschen feiern die Gruselnacht, daher sind geschmückte Haustüren in der Regel einen Besuch wert für Kinder, die „Süßes oder Saures“ sammeln möchten. Hausbesitzer sollten Süßigkeiten im Voraus kaufen. 75 % der Deutschen nennen Fruchtgummis als ihre liebste Halloween-Leckerei.

Eltern sollten ihren Kindern bei der Vorbereitung ihrer Outfit helfen, am besten mit reflektierenden Elementen, da die Abende im Oktober schon dunkel sind. Aus Sicherheitsgründen ist es besser, die Kinder zu begleiten, und man sollte ihnen sagen, dass sie das Eigentum der Hausbesitzer nicht beschädigen dürfen.

Für Erwachsene ist es die beste Gelegenheit zu unterhalten, da es ein Samstag ist. Sie können Partys veranstalten oder einen Familienabend mit Horrorfilmen organisieren. Allerdings ist der 1. November in fünf Bundesländern Allerheiligen, ein stiller Feiertag mit Einschränkungen für Tanzveranstaltungen. Die Party sollte deshalb nicht zu laut werden.

Besondere Angebote und Aktionen

Laut Handelsverband Deutschland (HDE) ist Kürbisfest ein wichtiger Umsatzimpuls für den Einzelhandel. Die Deutschen kaufen Süßigkeiten, Verkleidung, Schminkutensilien und andere Artikel für ihre Häuser, Kinder und Besucher. Einige Geschäfte bieten Rabatte an, um mehr Kunden anzulocken.

Außerdem veranstalten Freizeitparks an Halloweennacht besondere Events. Es empfiehlt sich daher, das Programm auf deren offizieller Website zu prüfen, um den besten Ort auszuwählen. Dort kann man auch ein Ticket buchen, um am Tag X lange Warteschlangen zu vermeiden, wenn sich viele Besucher anstellen, um eine Eintrittskarte zu kaufen. Da auf manchen Websites gefälschte Tickets verkauft werden können, sollten ausschließlich offizielle Websites genutzt werden.

Kürbis als Symbol

Allerheiligenabend ist ohne einen geschnitzten Kürbis kaum vorstellbar. Aber warum eigentlich?

Warum feiern Wir Halloween mit der Kürbislaterne

Die Kürbislaterne hat ihren Ursprung in einer irischen Legende. Der geizige Jack überlistete den Teufel zweimal, und nach seinem Tod nahm ihn weder der Himmel noch die Hölle auf. Alles, was er bekam, war eine glühende Kohle, die er in eine ausgehöhlte Rübe steckte, um sich den Weg zu beleuchten.

In Irland wurden noch bis ins frühe 20. Jahrhundert Rübenlaternen geschnitzt. In Amerika wechselten irische Einwanderer jedoch bereits im 19. Jahrhundert zu ausgehöhlten Kürbissen, da sie im Herbst reifen und sich viel leichter schnitzen lassen. So ersetzten geschnitzte Kürbisse die Rübenlaternen. Außerdem schnitzten die Menschen Gesichter hinein, um Stingy Jack abzuschrecken, der der Legende nach immer noch durch die Straßen wandert, da er nirgendwo hingehen kann.

Moderne Kürbis-Traditionen

Das Kürbisschnitzen ist in vielen deutschen Familien zur Tradition geworden. Außerdem ist dieses Gemüse längst kein Nahrungsmittel der Armen mehr, sondern werden heute in vielen Restaurants als Delikatesse serviert.

Heute gibt es viele Kürbis-Wettbewerbe: Züchter messen sich mit Riesenkürbissen, und bei Kürbisregatten paddeln die Teilnehmer in ausgehöhlten Exemplaren um die Wette.

Rezepte mit Kürbis

Schließlich ist das Gemüse zur Hauptzutat auf dem Herbst- und Halloween-Speiseplan geworden. Zu den typischen Gerichten gehören:

  • Suppe
  • Pumpkin Spice Latte
  • Muffins
  • Ofenkürbis mit Feta und Walnüssen
  • Risotto
  • Pasta usw.

Beachten Sie, dass zum Schnitzen Riesenkürbise verwendet werden, die zwar essbar, aber wässrig sind. Zum Kochen sind Hokkaido- oder Butternut-Kürbisse die bessere Wahl. Zierkürbisse sollten niemals gegessen werden.

Häufig gestellte Fragen

Samhain ist ein altes keltisches Fest, das den Übergang vom Sommer in den Winter markierte und als Zeit galt, in der die Grenze zwischen der Welt der Lebenden und der Toten besonders dünn war. Viele Historiker sehen in Samhain einen wichtigen Vorläufer von Halloween.

Viele Christen lehnen Halloween ab, weil sie darin heidnische und okkulte Ursprünge sehen und befürchten, dass es Dämonen und den Tod verherrlicht. Andere kritisieren vor allem die Kommerzialisierung und den Fokus auf Angst und Grusel.

Die Wurzeln von Halloween reichen bis zum keltischen Fest Samhain vor über 2000 Jahren zurück. In seiner heutigen Form mit Kostümen und „Süßes oder Saures“ verbreitete es sich vor allem ab dem 19. und 20. Jahrhundert von Irland und den USA aus.

Der Brauch „Süßes oder Saures“ entstand in Irland und Schottland, wo Kinder an Allerheiligen von Tür zu Tür gingen und um Essen oder Geld bettelten. In den USA entwickelte sich daraus im 20. Jahrhundert die bekannte Tradition, bei der Kinder verkleidet Süßigkeiten verlangen.

Halloween wird am 31. Oktober gefeiert, weil es auf den Vorabend von Allerheiligen (All Hallows’ Eve) zurückgeht, der traditionell am 1. November begangen wird. Dieser Termin übernahm Elemente des keltischen Samhain-Festes, das ebenfalls um diese Jahreszeit stattfand.